Die Mürwiker Stiftung

Projekte mit mittlerem Finanzierungsbedarf
(< € 2.000,00)

  • Die Bewohnerinnen und Bewohner des "Mittendrin" in der Eiderstraße in Fruerlund sind happy: Endlich ist der öffentliche Bücherschrank da.
    Mithilfe der Stiftung Die Mürwiker ist es den jungen Fruerlundern gelungen, dieses besondere Projekt umzusetzen. Nun steht auf der Rasenfläche vorm Mittendrin eine öffentliche Tausch-Bücherei für Jedermann, die begeistert von den Bewohnerinnen und Bewohnern des Mittendrin betreut und gepflegt wird. Auch die Nachbarn aus dem Stadtteil haben den Bücherschrank bereits sehr gut angenommen: Nach den ersten 3 Tagen musste der Schrank dringend aufgefüllt werden. Aber das ist kein Problem: Nahezu täglich kommen Menschen im Mittendrin vorbei, um neue Buchspenden für den Schrank abzugeben. So kommt man ins Gespräch - und die Mürwiker sind das, was sie sein möchten: Mittendrin im Stadtteil.
  • Anhänger zum Transport von Musik­instrumenten und Ausrüstung der "Mürwiker Band"
    Zur Mürwiker Band gehören ausschließlich Menschen mit geistiger Behinderung. Durch die steigende Zahl an nationalen und internationalen Auftritten benötigte die Band einen Bus-Anhänger für den Transport des gesamten musikalischen Equipments. Längst war der Reisebus hierfür viel zu klein. 2000,00 € halfen bei der Beschaffung eines Anhängers. Der Weg zum Erfolg ist wieder frei.

  • Grundausstattung für einen Snoezelenraum der Friholtschule Flensburg
    Chaotisch und reizüber­flutet erscheint vielen Menschen mit geistiger Behinderung ihre Umwelt. Ein Snoezelenraum lindert die oftmals quälenden Einflüsse. Die Friholtschule Flensburg benötigte zur weiteren Ausstattung ihres Raumes zusätzlich ein "Wooferboard". Das Woofer­board überträgt durch Vibrationen Musik und dient einer speziellen Anregung des Tast­sinnes und des Gehörs. Die Stiftung finanzierte die Anschaffung des Woofer­boards mit € 1.599,18 €.

Projekte mit größerem Finanzierungsbedarf
(> € 2.000,00)

  • Bewegungstrainer zur Stärkung der Muskulatur und Knochen­festigkeit schwerst mehr­fach­­behinderter Menschen
    Bewegung für Alle! Diese Forderung unter­stützte auch die Stiftung und half mit 2.975,95 € bei der Anschaffung eines Bewegungs­­trainers für 16 schwerst mehr­fach­­behinderte Menschen. Die Spezial­apparatur kann durch unterschiedliche Einstellungen und besondere Funktionen auf Spastiken eingehen und von den betroffenen Personen auch selbständig genutzt werden. Durch die Anschaffung sind deutliche positive Entwicklungen in der Bewegungs­fähigkeit und Ausdauer der Menschen mit Schwerst­­­mehr­­fach­behinderung zu verzeichnen.

 

 

Typisch Stiftung Die Mürwiker!

Stiftungszweck erreicht. Hinter diesem nüchternen Satz verbirgt sich für diejenigen, denen wir helfen konnten, viel mehr - nämlich dieses:

Stiftungszweck erreicht und -
Traum erfüllt!

Die Kicker Flensburg, Inklusion im Fußball und der "Geist von Malente"

Seit Anfang 2010 haben die Mürwiker Werkstätten GmbH und der Holländerhof Flensburg die Fußball-Spielgemeinschaft "Kicker Flensburg". In der aktuellen Saison spielt die Mannschaft in der B-Staffel, der zweithöchsten Spielklasse im Liga-Betrieb der Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Schleswig-Holstein und Hamburg.

Ca. 25 Fußballer kommen regelmäßig zum wöchentlichen Training und nehmen auch an Wochenend-Turnieren und an den Liga-Saison-Punktspielen teil. Spieler, Trainer und Betreuerinnen arbeiten kontinuierlich daran, die Mannschafts-Leistung zu erhalten und sich gemeinsam sportlich weiter zu entwickeln. Alle sind mit viel Freude, Engagement und der gemeinsamen Liebe zum Fußball bei der Sache. Um nach der Sommerpause gestärkt, fit und als Team zusammen in die neue Saison zu starten, haben die Spieler der Kicker Flensburg im September erneut ein gemeinsames dreitägiges Fußball-Trainings-Camp im Uwe-Seeler-Fußball-Park, der Sportschule des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbands (SHFV), in Bad Malente veranstaltet. Möglich war dies allein durch die großzügige finanzielle Unterstützung der Stiftung Die Mürwiker und des Fördervereins des Holländerhofs, die den Kickern bereits zum 2. Mal die Teilnahme am Trainingslager finanzierten. Dafür an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank.

Auf dem Programm des dreitägigen Trainingslagers standen neben Technik und Taktik, Ballarbeit und Torschuss-Training, Torwart-Training, Ausdauer und Fitness auch das Zusammenspiel innerhalb der Mannschaft sowie ein Freundschaftsspiel. Aber auch die pädagogische Arbeit mit der Mannschaft und den einzelnen Spielern nimmt einen wichtigen Stellenwert ein. Ein "Gegner" für das Freundschaftsspiel am Abend des zweiten Tages war im Vorwege schnell gefunden: die Inklusions-Mannschaft der BSG Eutin freute sich sehr über die Kontaktaufnahme durch die Flensburger. Obwohl die erste Halbzeit relativ ausgeglichen war, mussten sich die Kicker der BSG am Ende zwar eindeutig geschlagen geben – die intensiven Trainingseinheiten der vergangenen zwei Tage steckten allen in den Knochen und ließen die Beine der Kicker schwer werden – aber der gemeinsame Spaß stand ohnehin jederzeit im Vordergrund.

Aber auch beim Fußball der Kicker Flensburg wird Inklusion im Sport und Inklusion durch Sport gelebt. Die Kicker verstecken sich nicht, sondern gehen (selbst)bewusst neue Wege und hinein in die Öffentlichkeit. Schon lange, bevor der SHFV den Uwe-Seeler-Fußball-Park im Frühjahr 2014 zum offiziellen "Leistungszentrum Fußball" für Menschen mit Behinderungen auserkor, welches unter anderem die Vorbereitung der Landesauswahl der Menschen mit Behinderungen auf die Deutschen Meisterschaften beinhaltet, waren die Flensburger hier zu Gast gewesen: Bereits im Sommer 2013 haben die Kicker Flensburg als erste Mannschaft mit Spielern mit Behinderung überhaupt ein Trainingslager in Bad Malente durchgeführt und konnten so ihren eigenen Teil zur Inklusion im Fußball beitragen. Die anfängliche Skepsis und Unsicherheit der personellen Belegschaft der Sportschule wandelte sich schnell in Unbefangenheit, eine gute neue Erfahrung und echte Herzlichkeit um. Und so freuten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sportschule dieses Jahr über das erneute Trainingslager der Kicker und das Wiedersehen mit den Spielern. Gerührt bedankte man sich auch jetzt noch für den Weihnachtsgruß der Kicker aus dem letzten Jahr. Zusammenhalt, gegenseitige Unterstützung und die Eingeschworenheit eines Teams – der "Geist von Malente" scheint in der Sportschule noch immer aktiv zu sein. Die Kicker fühlen sich hier jedenfalls herzlich willkommen und gut aufgenommen.

Und auch die Anbindung an den Verein Flensburg 08, bei dem Training und Punktspiele ausgetragen werden, rückt den Werkstätten-Fußball regelmäßig ins Auge der Öffentlichkeit und schafft neue Möglichkeiten. Der Verein ist offen für die Kicker – und beide Seiten profitieren von der vielfältigen Kooperation. Flensburg 08 gewinnt neue Mitglieder und gute Fußballer und präsentiert sich als toleranter Verein. Und die Fußballer der Mürwiker und des Holländerhofes wiederum haben so die Chance auf ein Stück Vereinsalltag außerhalb der Werkstätten: Seien es zum Beispiel die beiden Kicker, die seit langem bei Heimspielen der 1. Mannschaft von Flensburg 08 ehrenamtlich die Banden-Werbung aufhängen, oder die vier Kicker, die seit Mitte dieses Jahres in ihrer Freizeit bei der 3. Herren von Flensburg 08 mittrainieren und mitspielen. Dies ist wohl das schönste Ergebnis der Kooperation: eine bestehende Mannschaft, die die Kicker selbstverständlich mit aufnimmt und so stillschweigend zu einer super funktionierenden, inklusiven Mannschaft geworden ist.

Diese Entwicklung ist wieder ein guter Schritt in die richtige Richtung. Denn wie unterschiedlich die einzelnen Menschen auch sein mögen, letztendlich haben sie doch alle eines gemeinsam, das sie vereint: die Liebe zum Fußball.

"Kamera ab!"

Mike Schneider fotografiert leidenschaftlich gern und hat einen guten Blick für besondere Motive. Einzig, es fehlte ihm ein wirklich gutes Gerät zum Knipsen. 2012 wurde Mike Schneiders Traum wahr: Die Stiftung Die Mürwiker wollte sein Talent fördern und finanzierte ihm mit Unterstützung der Baufirma Carstensen eine professionelle Kamera. Und die Ausstellung - die wurde in Kooperation mit dem CittiPark Flensburg verwirklicht, der die Ausstellungsflächen in 2012 gratis zur Verfügung stellte. Bis heute hat Mike Schneider mehrere Ausstellungen bestückt und schon einige seiner Bilder verkauft - an Privatpersonen, Kollegen und eine Arztpraxis.

Die Fireballs bei Special Olympics

Hallo, wir, das Team der Fireballs, sind zurück aus Düsseldorf. Unser Team bestehend aus Rebekka, Matze, Philipp, Nils, Maik, Patrik, Dirk und Klaus (Betreuer) von den Mürwikern und Benny und Basti vom Holländerhof sowie Anna, Britta und Maik als Trainer vom HFF Munkbrarup haben mit der Silbermedaille im B-Pokal das Handballturnier bei der Special Olympics Deutschland erfolgreich abgeschlossen.

Es waren zwölf Mannschaften aus ganz Deutschland am Start. Am Dienstag wurden in einer Vorrunde die Gruppen ermittelt. Von fünf Spielen (à 10 Minuten) gewannen wir drei und verloren zwei, so dass wir uns für den B-Pokal qualifizierten. Wir waren froh, denn für den A-Pokal fehlte es uns an weiteren erfahrenen Spielern. Am Mittwoch und Donnerstag spielten wir dann in der Vorrunde drei Spiele mit je 2 x 15 Minuten. Davon konnten wir zwei gewinnen und uns für das Finale qualifizieren. Das Finale wurde am Freitag ausgetragen, wo wir jedoch der Raboisenschule aus Elmshorn mit 4:8 unterlagen.

Neben dem Handballturnier hatten wir noch Gelegenheit, andere Sportstätten, Sportarten und Sportler kennen zu lernen. Auch konnten wir an dem Gesundheitsprogramm Healthy Athletes teilnehmen. An den gesamten Nationalen Spielen von Special Olymics in Düsseldorf nahmen 4.800 Sportler, 1.700 Trainer und Betreuer, 2.000 freiwillige Helfer und 500 Schiedsrichter teil. Es gab keinen Bus, keinen Bahnwaggon und keine Haltestelle, an der wir nicht auf andere Athleten stießen und uns mit ihnen auszutauschen konnten. Es ergaben sich auch viele Gespräche mit anderen Fahrgästen, das Interesse der Bevölkerung an uns Sportlern war stark ausgeprägt. Auch in unserer Unterkunft gab es viel positiven Kontakt mit anderen Sportlern und Gästen.

Die Eröffnungsfeier im ISS DOME, an der viele Prominente aus Politik und Sport teilnahmen, war beeindruckend, sie machte nicht nur eine Gänsehaut, auch die Stimmung war gigantisch. Bei der Abschlussfeier in der Mitsubishi Electric Halle war die Stimmung nicht mehr zu toppen, es wurde geklatscht, gesungen, getanzt und lautstark gefeiert.

Mein Fazit dieser Woche: Der Umgang der Sportler untereinander hat mich sehr beeindruckt, Gewinner und Verlierer lagen sich nach den Spielen in den Armen. So ein Miteinander erlebt man im Sport selten. Am meisten haben mich aber die vielen Helfer beeindruckt, Menschen aus den verschiedensten Schichten, Herkunftsländern und Kulturen, alle waren um das Wohl der Athleten bemüht. Ob Essen servieren, Getränke besorgen, kleine Wehwehchen versorgen, Athleten bei den Wettbewerben begleiten, bei den Spielen anzufeuern, Sieger abzuklatschen oder Verlierer zu trösten - es kam so viel positive Energie auf, Energie, die Mut für die Zukunft macht. Ich hoffe, dass dieses nicht die letzte Veranstaltung dieser Art ist, bei der Mitarbeiter der Mürwiker Werkstätten die Möglichkeit haben, so etwas zu erleben.

Ich möchte mich im Namen aller Beteiligten der Fireballs bei der Stiftung Die Mürwiker und bei der Geschäftsleitung der Mürwiker Werkstätten bedanken, dass ich die Gruppe als Betreuer begleiten durfte.

Mit kollegialem Gruß, Klaus Kreft

PS. Hier gibt es weitere interessante Informationen über die Fireballs und Special Olympics und einen Fernseh-Bericht.

Fußball-WM hautnah

2010 wurde für Dirk Radecki der Traum wahr: er nahm als Spieler an der Fußball-Weltmeisterschaft für Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen in Südafrika teil, wo er für die deutsche Nationalmannschaft, einer Auswahl des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), spielte. Gefördert wurde Dirk Radecki im Vorwege durch die Stiftung Die Mürwiker: sie übernahm die Kosten für extra Trainings-Einheiten in den Bereichen Ausdauer, Fitness und Ernährungsberatung. Begleitet wurde Dirk Radecki beim Training von einem Mitarbeiter der Mürwiker Werkstätten - ehrenamtlich.

Wer? Wie? Was?

Hier ein Überblick über weitere geförderte  Projekte:

Projekte mit kleinerem Finanzierungsbedarf
(< € 500,00)

  • Sicherheitsarbeitsschuhe zur Erhaltung eines Arbeitsplatzes
    Ein Mensch mit seelischer Behinderung benötigte besondere Sicher­heits­­arbeits­­schuhe, um einen wirtschaftlichen Neubeginn umzusetzen. Die Stiftung hat diesen Weg in die Selbst­­bestimmung begleitet mit einem Zuschuss in Höhe von € 59,38.

  • Schwimmwesten für Schwerst­mehrfach­behinderte
    Da fehlt doch jemand beim regel­mäßigen Schwimm­­bad­besuch. Ursache war nicht die Schwerst­mehr­fach­­behinderung, sondern eine spezielle Schwimm­weste. Inzwischen ist er immer mit dabei, weil die Stiftung die Kosten (€ 476,60) übernahm.

  • Musikinstrumente für die Trommelgruppe der Mürwiker in Niebüll
    "De Freesen Trummler" sind begeisterte Musiker. Die Band hatte schnell Erfolg, die Gruppe wuchs. Jetzt aber fehlten zusätzliche Instrumente. Mit € 500,00 von der Stiftung konnte dieses Problem behoben werden. Die Proben laufen wieder.

  • Behindertengerechter Computerkurs
    Endlich auch ins Internet, endlich auch mit einem PC umgehen können – das wünschten sich die Bewohner eines Wohn­heimes. Dafür war ein PC-Kurs notwendig, der es den Teilnehmern ermöglichte, das Medium kennen zu lernen und zu nutzen. Ein Antrag bei der Stiftung wurde gestellt. Die reagierte sofort mit einer Überweisung in Höhe von 400,00 €.